strologie
Viele
Dinge in der belebten und unbelebten Natur üben einen nicht geringen
Einfluss auf mein Leben, mein körperliches und seelisches Wohlbefinden
aus.
Die
Astrologie beschäftigt sich seit nunmehr fast 5000 Jahren mit der Frage,
welche Auswirkung die Konstellation der Gestirne auf unser Leben haben könnte.
Dahinter steht der Gedanke, dass sich der Mensch in einer fortwährenden
Korrespondenz mit dem Makrokosmos befindet. Es bestehen demnach
Beziehungen, mit deren Kenntnis man eine Deutung des menschlichen
Schicksals und die Zukunft des Menschen vornehmen, bzw. in Erfahrung
bringen kann. Dieser alte und zentrale Gedanke findet sich in einer alchemistischen Schrift, der sog. «Tabula
Smaragdina», der Smaragdenen Tafel wieder, in der es heißt:
«Das Untere ist wie das
Obere und das Obere wie das Untere»
In
diesem Zusammenhang ist auch die sog. Orphik zu erwähnen, eine gnostische
Lehre, nach der die Seele des Menschen schon vor dessen Geburt in astralen
Bereichen existiert. Bei der Geburt reist sie aus höheren Ebenen in den
irdischen Bereich und kommt an Gestirnen vorbei, die ihr von ihrem Wesen
etwas mitgeben. Nach dem Tod reist die Seele dann in umgekehrter Richtung
zurück.
Eine
weitere Vorstellung der Antike ist der Gedanke, dass die Gestirne für
bestimmte Planetengötter stehen, die mehr oder weniger das Schicksal der
Menschen bestimmen, die unter dem jeweiligen Sternzeichen geboren werden.
Auch
heute stellen die aufgezeigten Eigenschaften für den Astrologen eine
Realität dar, die mit dem menschlichen Wesen in Verbindung, in
Wechselwirkung tritt. Im Allgemeinen kann man drei Hauptgruppen der
Astrologie unterscheiden:
- Die praktische Astrologie
(charakterologisches Horoskop)
- Die prognostische
Astrologie (zukünftiges Schicksal)
- Die
Astrologie des günstigen Augenblicks (Bestimmung des günstigsten
Zeitpunkts für ein Vorhaben)
Eine
Menge Anstrengungen wurden in neuerer Zeit unternommen, um die Aussagen
der Astrologie wissenschaftlich zu belegen. Manche Biologen haben
tatsächlich den einen oder anderen Zusammenhang insbes. der Mondphasen
mit dem Wachstum von Pflanzen oder dem Verhalten von Tieren gefunden . Das
mag schon so sein, hat jedoch letztlich mit Astrologie sehr wenig zu tun.
Gelegentlich wird auch auf statistische Erhebungen von Jung bzw. Gauquelin
hingewiesen, die als wissenschaftliche Belege für die Zuverlässigkeit
der Astrologie dienen sollen. Zumindest von Jung ist bekannt, dass
er Spiritist und Okkultist war, was Gauquelin betrifft, widmete er
sich u. a. der Erforschung kosmischer Rhytmen und deren Beziehung zum
Menschen.
Fazit: Astrologie ist eher im Bereich der Mystik und
Wahrsagerei einzuordnen, wie auch ihre enge Beziehung zur Alchemie zeigt (s.o.), und fällt daher unter den Oberbegriff
Okkultismus. Sie ist weder eine Wissenschaft, noch dazu geeignet, eine
echte Lebenshilfe darzustellen. So wenig ihre Aussagen wissenschaftlich
belegbar sind, so zahlreich sind jedoch die Beispiele ihrer negativen
Auswirkungen auf den Menschen. Angefangen von Angstzuständen, dem Verlust
der Entscheidungsfreiheit, zwanghaftem Handeln, bis hin zu
Wahnvorstellungen aufgrund dieses Aberglaubens an die «Macht der
Sterne». Es gilt auch hier die ganz persönliche Frage: Bin ich bereit meine
durch Gott gegebene Freiheit einzutauschen, gegen ein Schicksal aus dem Horoskop?
Die
Bibel macht eine sehr prägnante Aussage zu diesem Thema.
-
Jes 47,12 Tritt doch auf
mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien,
mit denen du dich abgemüht hast
von deiner Jugend an! Vielleicht kannst du Hilfe schaffen,
vielleicht wirst du Schrecken einflößen.
Jes 47,13 Du bist müde
geworden durch die Menge deiner Beratungen. Sie sollen doch
auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die Sternebeschauer,
die an jedem Neumond wissen lassen, was über
dich kommen soll!
Jes 47,14 Siehe, sie
sind wie Strohstoppeln geworden, Feuer hat sie verbrannt! Vor
der Gewalt der Flamme haben sie ihr Leben nicht gerettet: es gab
keine Kohle, um sich zu wärmen, <kein> Feuer, um davor zu
sitzen.
W.
Wittfeld |