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miniLex ist kein Lexikon das bis ins letzte Detail informiert. Es  versucht vielmehr einen allgemeinen Einblick bzw. eine Übersicht zu bieten und ein wenig Hintergrundwissen zu vermitteln.

Obschon die A. gerne als Vorläufer der modernen Naturwiss. gesehen wird, hat sie wenig damit gemein. Ihre geheimnisvolle, dunkle Sprache und die "Anleihen" aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie etwa dem Gnostizismus, der Astrologie, der Kabbala oder dem Christentum, rücken die A. eher in den Bereich der Zauberei. Ziele der A. waren u.a. neben der Umwandlung von z.B. Blei zu Gold auch das Erlangen der individuellen Unsterblichkeit.

Bild: Allegorische Figur der Hermes-Philosophie

B. ist ein religiöser Begriff. Kein medizinischer. Daher sollte man auch zwischen B. und echten seelischen Erkrankungen unterscheiden. Man kann davon ausgehen, dass B. immer eine Folgerescheinung okkulter Betätigungen des Besessenen ist. Der Besessene ist dabei einer Wesenheit ( siehe: Dämon) ausgeliefert, die Besitz von ihm ergriffen hat, mit dem Ziel ihm selbst oder anderen zu schaden. 

Aus der Sicht der Bibel sind Dämonen Engelwesen in der Gefolgschaft Satans. Sie verfügen über zahlreiche Eigenschaften, die sie zur ernsthaften Bedrohung werden lassen. Selbst der Geringste D. in der Hierarchie  Satans lässt sich nicht mit herkömmlichen Maßstäben messen. D. kann man nicht vernichten und sie lassen sich erst recht nicht vom Menschen beherrschen. Umgekehrt sind sie jedoch in der Lage vom Menschen Besitz zu ergreifen. Sie sind Meister der Täuschung und der Lüge. Dennoch: das Schicksal Satans und seiner D. ist besiegelt (vgl. Matth. 8,29; Luk. 8,31).

G. [griech. Wissen, Erkenntnis] bezeichnet verschiedene Lehren, bei denen der Besitz geheimer Kräfte im Zusammenspiel mit einem dualistischen Weltbild, dem Anhänger den Weg zum persönlichen Heil weisen soll.

Landläufig auch unter dem Begriff der Zauberei bekannt, wird gerne zwischen sog. "Weißer" und "Schwarzer" M. unterschieden. Eine solche Unterscheidung macht wenig Sinn, da es sich in jedem Fall um eine Form des Okkultismus (s.u.) handelt. Die Quelle der Magie ist Satan, der gerne leiht, kann er doch die "Zinsen " selber festlegen. Magische Praktiken finden sich u.a. im Yoga, fernöstlicher Meditation, Pendeln u.v.m. Die Bibel wendet sich massiv gegen jede Form der Magie, da M. absolut widergöttlich ist und den Menschen der sie ausübt in eine gefährliche Abhängigkeit treibt.

O. bezeichnet die aktive und praktische Beschäftigung mit widergöttlichen, übersinnlichen Phänomenen, insbesondere deren Ausübung mit dem Ziel, Wissen und Macht zu erlangen. 

- Satan (hebräisch): Widersacher, Ankläger

- Luzifer (römisch): Lichtbringer, Erleuchtung

- Belial (hebräisch): ohne Gebieter, Niedertracht der Erde

- Leviathan (hebräisch): die Schlange aus den Tiefen

- Ahriman: Mazdaistischer Teufel

- Baphomet: von den Tempelrittern als Symbol für Satan verehrt

- Beelzebub (hebräisch): Herr der Fliegen, von dem Symbol des Skarabäus übernommen

- Dagon: philistischer Racheteufel des Meeres

- Diabolus (griechisch): "abwärts fließend"

- Dracula: rumänischer Name für Teufel

- Ishtar: babylonische Göttin der Fruchtbarkeit

- Lilith (hebräisch): weiblicher Teufel

- Loki: teutonischer Teufel

- Mammon: Aramäischer Gott des Wohlstands und Profits

- Mephistopheles (griechisch): der, welcher das Licht meidet

- Moloch: phönizischer und kanaanitischer Teufel

- O-Yama: japanischer Name für Satan

- Pan: griechischer Gott der Lust, später zum Teufel umgewandelt

- Pwcca: walisischer Name für Satan

- Sammael (hebräisch): "Gift Gottes"

- Samnu: zentralasiatischer Teufel

- Sedit: indianischer Teufel

- Set: ägyptischer Teufel

- Shaitan: arabischer Name für Satan

- Shiva (Hindi): der Zerstörer

- Supay: Inka-Gott der Unterwelt

- T´An-Mo: chinesisches Gegenstück zum Teufel, Begehrlichkeit, Verlangen

- Tchort: russischer Name für Satan, "schwarzer Gott"

- Tezcatlipoca: aztekischer Gott der Hölle

 

Diese Form sieht den Satanismus als eine vom Christentum unabhängige positive Religion. Ihre Glaubensaussagen lehnen jedoch weiter die des Christentums ab. Als Vertreter dieser Variante gelten die Church of Satan und der Temple of Set.

Diese Variante gesteht Satan positive Eigenschaften zu. So sehen sie den christlichen Gott mit negativen Eigenschaften. Die Lehre entstand im spätantiken Gnostizismus. Satan ist der verleumdete, gute Gott und der Befreier. Der christliche Gott hingegen ist die Unterdrückung in Person.

Satan und Gott sind in dieser Form Teil einer größeren Einheit. Entweder verkörpern sie sie die kooperierenden Teile der Einheit oder Anteile neuer Trinitäten. Berühmtester Vertreter dieser Richtung ist Charles Manson. Er sah sich als Satan und Jesus in einer Person.

Das Satansbild wurde vom Christentum übernommen und nicht weiterentwickelt. Satan ist das und der Böse. Diese Form des Satanismus ist, soweit bekannt, kaum organisiert und wird vor allem von einigen Black-Metall - Gruppen vertreten. Glaube und Kommerz gehen hier Hand in Hand. Doch gibt es einige unbeständige Geheim- und Jugendzirkel.

Satan spielt zwar eine Rolle, ist aber nicht im Zentrum dieser Glaubensform. Die wenigsten Anhänger dieser Lehre würden sich selbst als Satanisten verstehen. Beispiele hierfür wären Aleister Crowley und die "thelemischen" Kulte, die sich auf ihn beziehen.

Die S. ist eine Pervertierung der christlichen Messe und als Ritual Bestandteil des Satanismus. Neben der Verhöhnung Gottes und der Trinität, beinhaltet sie (schwarz) magische Praktiken und Beschwörungen.

Laut der T. wirken im Universum drei Wesenheiten - Nuit, Hadit und Ra-Hoor-Kuit - zusammen. Deren Namen wurden von alt-ägyptischen Göttern abgeleitet. Nuit steht für das Nichts und den unbegrenzten Raum. Haddit steht für das Zentrum, bzw. den Willen. Ra-Hoor-Kuit steht für die ständige Vereinigung von Nuit und Hadit.


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